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Die französische Musikgeschichte steht zur deutschsprachigen (deutsch-österreichischen) seit langen in einem eigentümlichen Verhältnis von heftiger Konkurrenz und gegenseitiger Anziehung, aber doch in der Wahrnehmung von deutschem „Zentrum“ und französischer „Peripherie“. Mit den ersten Werken Claude Debussys, Erik Saties und Maurice Ravels im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts änderte sich dieses Verhältnis: Die Französische bzw. eigentlich Pariser Moderne erlangte eine solche Eigenständigkeit und Ausstrahlungskraft, dass sie nicht nur auf „Ohrenhöhe“ zur deutschen Musik gelangte, sondern hinsichtlich ihrer Innovationskraft diese übertraf. Die Vorlesung beleuchtet die einzelnen Stationen und Persönlichkeiten dieser Entwicklung zwischen ca. 1890 und 1945, d.h. von den ersten bahnbrechenden Werken Debussys bis hin zu Olivier Messiaens Versuch einer völligen Neubegründung von Musik schlechthin. Dabei sollen außer der Vorgeschichte (Ars Gallica, Wagnérisme etc.) auch eher unbekannte oder vernachlässigte Aspekte (wie z.B. die französische Orgeltradition, die Groupe de Six oder die Jeune France) behandelt werden.

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