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"Wasser (H2O) ist eine chemische Verbindung aus […] Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H)." (Wikipedia, Art. 'Wasser'). So trocken kann man das nasse Element beschreiben. Die Übung setzt anders an, denn sie fragt nach der Bedeutung, die Wasser für die Menschen der Frühen Neuzeit hatte und danach, wie sie mit ihm umgingen. Es war Lebensgrundlage und lebensbedrohlich zugleich. Eine ausreichende Wasserversorgung war zentral für das Überleben von Mensch und Vieh sowie das Gedeihen der Ernte. Seen und Flüsse bereicherten den Speisezettel mit Fischen und Krebsen. Obrigkeiten und Gemeinden sorgen sich daher früh um die Reinhaltung von Wasser und die Zuteilung von Rechten am Wasser und seinen Bewohnern. Städte und Fürsten wetteiferten darum, eine gute Wasserversorgung zu gewährleisten, und nutzten Wasser in kunstvoller Fassung zur Selbstdarstellung. Ausgeklügelte Be- und Entwässerungssysteme prägten Landschaften und Gesellschaften. Auf dem Wasser wurden Güter transportiert und die Wasserkraft bildete eine wichtige Energiequelle für das Handwerk. Das Wasser hatte jedoch immer auch eine bedrohliche Seite. Überschwemmungen ruinierten Lebensgrundlagen, mäandrierende Flüsse bedrohten das Eigentum, brechende Deiche sorgten für Katastrophen. Wasserbauten manipulierten den Lauf des Wassers so nicht nur, sie sollten es auch zähmen. Die Übung will sich diesen Themenfeldern durch die Lektüre und Diskussion von einschlägigen Literaturtiteln und Quellen nähern. Die Bereitschaft, sich mit frühneuzeitlichen Handschriften auseinanderzusetzen ist erwünscht.

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