Nicht erst seit soziale Medien unseren Alltag begleiten, ist Aufmerksamkeit für viele Menschen eine wichtige und umkämpfte Ressource geworden. Müssen wir uns unsicher fühlen, wenn wir beobachtet werden? Oder kann das auch bedeuten, dass wir dadurch beschützt werden? Ist es legitim, wenn man aufgefordert wird, einen Mitmenschen bei der Polizei zu denunzieren? Warum fühle ich mich unsicher, wenn mich Leute anstarren? Verhalte ich mich dann falsch? Und kann ich das verhindern, wenn ich mein Verhalten ändere? Der History Club lädt dazu ein, diese und viele andere Fragen in verschiedenen Themensitzungen zu besprechen. Vor allem aber wollen wir zeigen, wie man dies historisch und aus der Perspektive anderer Disziplinen, darunter die Rechts- und Kriminalwissenschaften, die Ethnologie und Filmwissenschaft, erforschen kann. Deshalb kooperiert der History Club mit dem Sonderforschungsbereich „Vigilanzkulturen“ der LMU München. Dort wird seit 2019 erforscht, welche Formen der Politisierung von Aufmerksamkeit es gibt, wo sie historisch herkommen, wie sie sich verändern und wie sie bewertbar sind.

- Dozent: Denise Bolton
- Dozent: Arndt Brendecke
- Dozent: Susanne Friedrich
- Dozent: Benjamin Steiner