Thukydides umschreibt in seinem Geschichtswerk zum
Peloponnesischen
Krieg mit dem Begriff der Pentekontaetie jene etwa fünfzig Jahre
zwischen dem Ende der Perserkriege 479 v.Chr. und dem Beginn des
Peloponnesischen Krieges 431 v.Chr. Charakteristisch für diese Zeit sei,
so Thukydides, der Aufstiegs Athens und damit einhergehend Spartas
wachsende Furcht vor Athen. Seine Schilderung gipfelt im großen
Peloponnesischen Krieg. In kritischer Auseinandersetzung mit Thukydides
wird das Seminar die Vorgeschichte und den Verlauf des Peloponnesischen
Krieges analysieren. Im Zentrum steht dabei die politische Geschichte
nach dem Ende der Perserkriege. Insbesondere die Dynamik des Dualismus
zwischen Athen und Sparta, die Schaffung und Verdichtung des
Attisch-Delischen Seebundes und die Ausbildung der Demokratie in Athen
sollen untersucht werden. Daneben werden aber auch die Entwicklungen in
anderen Poleis sowie kulturgeschichtliche Aspekte beleuchtet.
- Trainer/in: Babett Edelmann-Singer