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Kohlenhydrate sind wesentlich mehr als ein einfacher biochemischer Treibstoff, oder - als Polymer - der molekulare Baustoff, um Insekten und Pflanzen Stabilität zu verleihen. Ein offensichtliches Zeichen für eine weitreichende physiologische Funktion: Zuckerketten (Glykane) werden häufig an Proteine und Lipide verknüpft präsentiert. Dieser Anteil zellulärer Glycokonjugate (Glycoproteine und -lipide) bietet ein vielfältiges Mittel, biochemische Signale aufzubauen. Diese können wiederum von Kohlenhydrat-bindenden Proteinen (Lektine) erkannt werden und nach Bindung an bestimmte Glykane können zelluläre Prozesse, wie z.B. Adhäsion, Wachstum oder programmierter Zelltod beeinflusst werden. Warum Oligosaccharide ein außergewöhnliches Talent in dieser Hinsicht besitzen und sie alle anderen Klassen von Biomolekülen in ihrer Kodierungskapazität (Zuckercode) innerhalb eines Oligomers (Kodewort) übertreffen, welche strukturellen Eigenschaften dafür notwendig sind und welche Rolle ihre Wechselwirkungen mit Kohlenhydrat-bindenden Proteinen (Lektine) in Krankeitsprozessen, wie z.B. dem Tumorgeschehen, spielen, sind u.a. Themen dieser Lehrveranstaltung. Leistungsnachweis: Anwesenheitspflicht (bei vier Kontrollen sind drei Unterschriften notwendig).

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