Seit jeher wurden in den Bauten, die u.a. der Ausübung der
Repräsentationsaufgaben dienten, Prunkräume angelegt. Die Aufgabe eines
mit raren Marmoren bekleideten Tablinums der Spätantike, eines mit den
Wandmalereien und kostbaren Tapisserien geschmückten mittelalterlichen
Burggemachs oder eines Studiolo des Renaissancepalastes, war es durch
die jeweils angemessene Repräsentationsstrategien, die Form und das
Programm, die politische, konfessionelle, intellektuelle oder/und
ästhetischen Positionierung des Stifters zum Ausdruck zu bringen. Im
Rahmen der Lehrveranstaltung werden zunächst Haupttypen und
Entwicklungslinien der Prunkräume seit der Antike bis in die Frühe
Neuzeit (mit einem besonderen Schwerpunkt in der Renaissance)
thematisiert, um sich dann exemplarisch ausgewählten Räumen vertieft zu
widmen.

- Trainer/in: Dorothee Binder
- Trainer/in: Aleksandra Lipinska